Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing.
Stefanos Fasoulas

Stellvertreter

Prof. Dr.-Ing. Sabine Klinkner

Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Sekretariat
Prof. Fasoulas

Sheyla Fröhler-Valdez

Sekretariat
Prof. Klinkner

Annegret Möller

Sekretariat
Prof. Krabbe

Barbara Klett

Administration

Dr. Thomas Wegmann

 


Institut für Raumfahrtsysteme
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

Tel. +49 711 685-69604
Fax +49 711 685-63596

Direkt zu

 

Forscher finden wassereis- und silikatreiche Partikel in Saturns Ringregen.

Die Auswertung von Cassini CDA Daten liefert neue Erkenntnisse über die Zusammensetzung von Saturns Hauptringen.
5. Oktober 2018; Matthias Langer

Click here for the English version of this article.

Vor einem Jahr verglühte die Cassini Raumsonde gezielt in der Atmosphäre des Planeten Saturn — ein spektakuläres Ende einer der erfolgreichsten Missionen der Raumfahrtgeschichte. Vorangegangen waren 22 Durchflüge durch die Lücke zwischen Saturn und seinen Ringen. Diese Orbits boten erstmals die Gelegenheit, den Ringregen zu analysieren. Dieses Phänomen entsteht, da Saturns Ringe fortlaufend von Meteoriten bombardiert werden. Durch die Einschläge werden feine Partikel des Ringmaterials freigesetzt. Diese Partikel bewegen sich entlang der Magnetfeldlinien, welche vom Inneren des Gasplaneten ausgehen, und treten in dessen Atmosphäre ein. Dynamische Analysen, welche an der University of Colorado in Boulder, USA, durchgeführt wurden haben dieses Phänomen bereits vorhergesagt. Die letzten Flugbahnen ermöglichten es erstmals, den Ringregen durch Messungen nachzuweisen und die Proben, die ihren Ursprung im Hauptring haben, zu analysieren und deren Zusammensetzung zu bestimmen. Es wurden silikat- und wassereisreiche Partikel nachgewiesen. Dabei wurden komplexe organische Verbindungen entdeckt, die in Wassereispartikeln eingebettet sind. Die meisten gemessenen Staubteilchen waren im Größenbereich von einigen zehn Nanometern. Die neuen Erkenntnisse veröffentlichen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Science.

 

Cassinis Orbits. Quelle: NASA

Das Instrument, mit welchem diese Messungen durchgeführt wurden, ist der Cosmic Dust Analyzer (CDA). Dieses Instrument wurde vom Max-Planck-Institut für Kernphysik (Heidelberg) und vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt und gebaut. Die wissenschaftliche Planung und der Missionsbetrieb wird seit 2011 von der Universität Stuttgart durch das Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) übernommen. Die Mission Cassini-Huygens ist ein Kooperationsprojekt von NASA, ESA und der italienischen Raumfahrtbehörde. Das Jet Propulsion Laboratory in Pasadena/USA leitet die Mission für das Science Mission Directorate der NASA in Washington. Das Projekt wird vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gefördert.

 

Cassini. Quelle: NASA

 

Link zum Paper: In situ collection of dust grains falling from Saturn’s rings into its atmosphere

Offizielle Cassini Webseite 

Cassini at NASA