Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing.
Stefanos Fasoulas

Stellvertreter

Prof. Dr.-Ing. Sabine Klinkner

Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Sekretariat
Prof. Fasoulas

Larissa Schunter

Sekretariat
Prof. Klinkner

Annegret Möller

Sekretariat
Prof. Krabbe

Barbara Klett

Administration

Dr. Thomas Wegmann

 


Institut für Raumfahrtsysteme
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

Tel. +49 711 685-69604
Fax +49 711 685-63596

Direkt zu

 

Herr Prof. Dr. rer. nat.
Reinhold Ewald
Professor für Astronautik und Raumstationen

Dieses Bild zeigt  Reinhold Ewald
Raum2.05
E-Mail
Adresse
Universität Stuttgart
Institut für Raumfahrtsysteme
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart
Deutschland

Lebenslauf:

Reinhold Ewald absolvierte ein Studium der Physik an der Universität Köln mit Fachrichtung Experimentalphysik, das er 1983 mit dem Diplom abschloss. 1986 promovierte er in Physik zum Dr. rer.nat. mit einer Arbeit zur Radioastronomie und studierte dabei im Promotionsnebenfach Humanmedizin. Dabei war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Sonderforschungsbereich der DFG.

1986/87 durchlief Reinhold Ewald das Bewerbungsverfahren des DFVLR zur Auswahl deutscher Wissenschaftsastronauten und war mit 12 weiteren Bewerbern Teilnehmer an der Finalrunde von Interviews.

1987 begann Reinhold Ewald seine Tätigkeit im DLR als Projektmanager im Bereich Extraterrestrik beim Projektträger Weltraumtechnik/Weltraumforschung des BMFT. Zu den von ihm betreuten Projekten zählten das Stratosphärenobservatorium SOFIA, Höhenforschungsraketenkampagnen in Kiruna/Schweden und andere nationale Projekte der Infrarotastronomie. Als Sekretär des Ad-Hoc-Ausschusses Extraterrestrik gewann er Einblicke in die Planung der nationalen Raumfahrtaktivitäten der 90er Jahre auf diesem Gebiet.

1989 wechselte er in den Vorstandsbereich des DLR und war als Koordinator für die institutionelle Förderung der Raumfahrt im DLR tätig.

1990 wurde er aus dieser Position in das deutsche Astronautenteam berufen und nahm im Yuri A. Gagarin Kosmonauten-Ausbildungszentrum (Sternenstädtchen) bei Moskau sein Training für die deutsch-russische Mission MIR’92 auf. Während der Mission im März 1992 war er als Forschungskosmonaut der zweiten Mannschaft und Koordinator im russischen Missionskontrollzentrum für den Funkkontakt zwischen der Bordmannschaft mit dem deutschen Kosmonauten Klaus-Dietrich Flade und der Projektleitung und den beteiligten Wissenschaftlern am Boden verantwortlich.

Zurückgekehrt ins DLR unterstützte er als stellvertretender Leiter des Astronautenbüros des DLR die Space Lab Mission D-2. Im D-2 Nutzlastkontrollzentrum in Oberpfaffenhofen begleitete er den Flug im April/Mai 1993 als Fachkommentator für die Öffentlichkeits­arbeit.

Von 1993 bis 1995 war er als Programmbeauftragter beim Programmdirektor Raumfahrt zuständig für die Koordination der Programmaktivitäten in den Bereichen Raumflugbetrieb und Planetenforschung. Diese Tätigkeit führte ihn regelmäßig in die betreffenden Institute in Oberpfaffenhofen, Köln und Berlin. Er begleitete Begutachtungen und die jährlichen Zielvereinbarungsgespräche. In diese Zeit fällt auch die Fertigstellung und Projektabwicklung der diversen, von den Ländern geförderten Raumfahrtzentren wie MUSC (Köln) und MSFCC (Oberpfaffenhofen) sowie die ersten Projektphasen für die Missionsbeiträge MARS Kamera 1996 (später als MARS Express geflogen) und ROLAND Lander (später als Philae auf ROSETTA)

Ende 1995 wurde er wiederum in das russische Kosmonauten-Ausbildungszentrum entsandt, um sich auf die zweite deutsch-russische Mission MIR’97 vorzubereiten, die gemeinsam von DLR und DARA durchgeführt wurde.

Vom 10. Februar bis 2. März 1997 nahm Reinhold Ewald an der zweiten deutsch-russischen Mission MIR ’97 teil. Dabei flog er als Wissenschaftskosmonaut mit der russischen Sojus TM 25 zur Raumstation MIR, auf der er 18 Tage verbrachte und biomedizinische und materialwissenschaftliche Experimente sowie Betriebstests zur Vorbereitung der Internationalen Raumstation durchführte. Er kehrte mit der 22. Besatzung der Raumstation MIR in der Sojus TM 24 Kapsel zur Erde zurück.

1999 wurde er im Zuge der Gründung des gemeinsamen europäischen Astronautencorps Mitglied im Astronautenteam der europäischen Weltraumorganisation ESA.

Seit 2000 organisierte er als ESA Betriebsleiter die Bodenunterstützung für die Flüge von ESA Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS. Dazu stellte Reinhold Ewald ESA Projektgruppen und Flugbetriebsteams im Moskauer Flugleitzentrum und in ESTEC/Noordwijk, Niederlande zusammen. Von Juli bis Dezember 2006 wurde unter seiner Leitung die Astrolab Mission des ESA Astronauten Thomas Reiter dann vom neu in Betrieb genommenen Columbus-Kontrollzentrum in Oberpfaffenhofen in der Nähe von München aus unterstützt. Als Leiter der ESA Abteilung für den ISS Missionsbetrieb im ESA Direktorat für Betrieb und Infrastruktur war er zuständig für den Aufbau und das Training der Flugkontrollteams im Columbus-Kontrollzentrum sowie für die Organisation des Betriebs des europäischen Columbus Labormoduls, das 2008 an die Internationale Raumstation angedockt wurde.

Von Ende 2011 bis April 2014 war er im Stab des Generaldirektors der ESA in Paris, ab Mai 2014 dann wieder im Europäischen Astronautenzentrum, Köln. Reinhold Ewald bearbeitet derzeit Themen der bemannten Raumfahrt, insbesondere Konzepterstellungen für die kommenden Raumflüge von ESA Astronauten zur ISS und die Vermittlung der wissenschaftlichen Resultate.

Von 1998 bis 2003 hielt Reinhold Ewald an der Technischen Universität München als Lehrbeauftragter im Hauptstudium Vorlesungen über Raumflugbetrieb ab. Seit dem Sommersemester 2012 hat er einen Lehrauftrag an der RWTH Aachen und vertritt dort in der Vorlesung Raumfahrzeugbau den Bereich bemannte Raumfahrzeuge und liest Vorlesungen zu aktuellen Themen der bemannten Raumfahrt.

Zum 1. September 2015 wurde Reinhold Ewald als Professor an das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart berufen und vertritt nun in Nachfolge von Prof. Ernst Messerschmid das Fachgebiet Astronautik und Raumstationen.