Für den Betrieb der verschiedenen
Plasmawindkanäle sowie der unterschiedlichen Elektrischen
Raumfahrtantriebe steht am IRS eine komplexe Gasversorgungsanlage
zur Verfügung, wie sie schematisch in unten stehender
Abbildungdargestellt ist.
Die Plasmawindkanäle werden zur Simulation
von Wiedereintrittsbedingungen im allgemeinen mit einer 80/20-Stickstoff-/-Sauerstoff-Mischung
betrieben - mit geringen Anteilen Argon zur Stabilisierung
des Lichtbogens. Die Gesamtmassenströme betragen dabei
je nach Betriebspunkt bis zu 20 g/s. Die Gase höchster
Reinheit können auf vielfältige Weise über
Ventile verschaltet und den einzelnen Tanks zugeführt
werden. Die Regelung der Gas- und Treibstoffströme wird
für jede Gassorte getrennt von Massendurchflußmessern
unterschiedlicher Größenordnung gewährleistet.
Für Kalibrierzwecke bzw. als zusätzliche Messung
können einzelne Druckgasflaschen auf einer Präzisionswaage
plaziert werden, um bei konstantem Massendurchsatz deren Gewichtsverlust
über der Zeit zu bestimmen. Insgesamt sind Genauigkeiten
von <1 % erreichbar.

 |
 |
| Gasversorgung der Plasmawindkanäle |
Gasanlage für elektrische Antriebe mit Wägeeinrichtung |
Um im Betrieb keine verfälschenden Effekte
an den heißen Kathodenoberflächen zu riskieren,
werden vor allem die inerten Gase sowie Wasserstoff zur Trocknung
und zusätzlicher Reinigung von Restsauerstoff noch durch
sogenannte Oxisorb-Patronen geleitet.
Die Sicherheit des Labors gegen ausströmende
brennbare Gase wie z.B. Wasserstoff und H2/N2 Gemische gewährleisten
empfindliche Gassensoren, die in das Gesamt-Sicherheitskonzept
der Notausüberwachung integriert sind.
|