Laserinduzierte Fluoreszenzmessungen (LIF) bieten die
Möglichkeit, Spurenstoffe, die zum Teil flüchtig sind,
nachzuweisen. Ein energiereicher Laserstrahl wird benutzt, um bei
geeigneter Wahl der Wellenlänge Atome oder Moleküle in einen
höheren Energiezustand anzuregen. Die anschließende
Emission, d.h. das beim Übergang vom Anregungszustand in einen
tieferen Energiezustand emittierte Licht, bezeichnet man als
Fluoreszenz.
Bild 1:
Energieniveaus und LIF-Schema für Stickstoffmonoxid (NO)
Am Institut für Raumfahrtsysteme steht ein
Lasersystem der Firma Lambda Physik (Göttingen) zur
experimentellen Untersuchung von Plasmaströmungen und
Hitzeschutzmaterialien zur Verfügung. Das Lasersystem setzt sich
zusammen aus einem Excimerlaser COMPex 201, der als Pumpquelle für
einen Farbstofflaser SCANmate 2E dient. Um die für eine
elektronische Anregung meist notwendige ultraviolette Strahlung zu
erzeugen, ist dem Farbstofflaser eine Frequenzverdopplungseinheit
nachgeschaltet. Mit diesem Aufbau ist es möglich, durch
geeignete Wahl des Farbstoffes, jede erforderliche Wellenlänge zu
erreichen.
Die Versuche werden sowohl an Kaltgastestständen
als auch an den IRS-Plasmawindkanälen durchgeführt. Dabei
werden derzeit zwei Ziele verfolgt:
- Charakterisierung der Plasmaströmungen für
Wiedereintrittssimulationen und Untersuchung der Grenzschicht vor
Sondenkörpern.
- Bestimmung der Teilchendichten in
Xenon-Ionentriebwerken zur Optimierung der elektrischen Antriebe.
Am IRS wird dabei versucht, folgende Messgrößen zu
ermitteln:
-
Bestimmung von absoluten
Teilchenkonzentrationen von NO, N, O, CO, Xe.
-
Bestimmung von
Rotations- und Translationtemperaturen.
-
Bestimmung von Teilchengeschwindigkeiten.

Bild 2:
Schematisch dargestellter Aufbau für Messungen am PWK1
Bei Fragen oder Anregungen wenden Sie sich bitte an Stefan Löhle