+++ SOFIA-Artikel im Physik Journal jetzt frei verfügbar +++
Das Stratosphären-Observatorium SOFIA hat entscheidende Beiträge zur Infrarotastronomie geleistet und war als fliegende Sternwarte ein Unikat in der Luftfahrt- und Wissenschaftsgeschichte. Zwar ist seine wissenschaftliche Mission inzwischen beendet, doch die Auswertung der gewonnenen astronomischen Daten wird noch viele Jahre in Anspruch nehmen.
In der Januarausgabe 2026 des Physik Jornals der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) gibt Alfred Krabbe, Leiter des ehemaligen Deutschen SOFIA-Instituts an der Universität Stuttgart, einen Überblick über die zahlreichen bisherigen wissenschaftlichen Ergebnisse. Darüber hinaus beleuchtet der Beitrag die Entstehungsgeschichte dieser technisch äußerst anspruchsvollen fliegenden Sternwarte, die sowohl in der Luftfahrt als auch in der Messtechnik vielfach Neuland betreten hat.
Der vollständige Artikel ist nun online frei verfügbar – hierfür gilt der Redaktion des Physik Journals ein herzlicher Dank.
Hier geht es zum Artikel:
- Ein Tor zum Infrarot-Universum, Alfred Krabbe, Physikjournal 01/2026 (PDF-Datei des kompletten Artikels)
- Physikjournal 01 / 2026, link zum kompletten Heft (einzelne Artikel i.d.R. nur für Mitglieder der DPG zugängig)
Weitere SOFIA Links:
- SOFIA Datencenter am IPAC Infrared Science Archive
- NASA SOFIA Missionsseite
- SOFIA Missionsseite der DLR Raumfahrtagentur
SOFIA, das Stratosphären Observatorium Für Infrarot Astronomie, war ein Gemeinschaftsprojekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR; Förderkennzeichen 50OK0901, 50OK1301, 50OK1701 und 50OK2002) und der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Es wurde auf Veranlassung des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags und mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Universität Stuttgart durchgeführt. Die SOFIA-Aktivitäten wurden auf deutscher Seite von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR koordiniert und vom Deutschen SOFIA Institut (DSI) der Universität Stuttgart durchgeführt, auf amerikanischer Seite von der NASA und der Universities Space Research Association (USRA). Die Entwicklung der deutschen Instrumente wurde finanziert mit Mitteln der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des DLR.
Luft- und Raumfahrtforschung an der Universität Stuttgart
Die Stuttgarter Luft- und Raumfahrt ist eine bundesweit einzigartige interdisziplinäre Ideenschmiede für Schlüsseltechnologien im All und auf der Erde. Forschende der Universität Stuttgart bündeln Expertisen auf den Gebieten der Klima- und Energieforschung, Kommunikationstechnologie, Antriebstechnik sowie des KI-basierten Fliegens. Ein zentraler Schwerpunkt ist die Erforschung nachhaltiger technologischer Lösungen, die die ökologischen Auswirkungen der Luft- und Raumfahrt minimieren sollen. Geforscht wird interdisziplinär und im engen Dialog mit regionalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft und Industrie, etwa im Rahmen der Sonderforschungsbereiche ATLAS (SFB 1667) und SynTrac (SFB-TRR 364). Als Partner von THE Aerospace LÄND trägt die Universität Stuttgart zur Umsetzung der baden-württembergischen Landesstrategie bei, die Luft- und Raumfahrt bis 2050 nachhaltig, digital und kooperativ zu machen. Ihren Studierenden bietet die Universität eine fundierte ingenieurwissenschaftliche und anwendungsorientierte Ausbildung. In der Nachwuchsförderung kooperiert sie mit der „Zukunftsoffensive Luft- und Raumfahrt-Nachwuchs“, einer Initiative des Landes Baden-Württembergs, die sich für die Stärkung der Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern engagiert.