Baden-Württemberg diskutiert in der Landesvertretung in Berlin das Thema „Satellitenkommunikation für Europa - resilient, souverän und unabhängig“.

Baden-Württemberg setzt Zeichen für resiliente, souveräne und unabhängige Satellitenkommunikation

16. September 2025 /

Professorin Sabine Klinkner vom IRS nimmt als Expertin für Satellitentechnik teil.
[Bild: © Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen / Media Lab.]

Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen, hybrider Bedrohungslagen und einer zunehmenden Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen gewinnt die satellitengestützte Kommunikation immer mehr an sicherheitspolitischer und technologischer Bedeutung. Mit der Fachveranstaltung „Satellitenkommunikation für Europa - resilient, souverän und unabhängig“, die am 15. September 2025 in der Landesvertretung Baden-Württembergs in Berlin stattfand, hat das Land einen wichtigen Impuls für die strategische Ausrichtung der europäischen Satellitenkommunikation gesetzt.

Baden-Württemberg diskutiert in der Landesvertretung in Berlin das Thema „Satellitenkommunikation für Europa - resilient, souverän und unabhängig“.
Baden-Württemberg diskutiert in der Landesvertretung in Berlin das Thema „Satellitenkommunikation für Europa - resilient, souverän und unabhängig“.

Fachlicher Austausch mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft

Professorin Sabine Klinkner vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart nahm als Expertin für Satellitentechnik an der Podiumsdiskussion teil. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft erörterte sie die Rolle von 5G-/6G-Konnektivität und die dafür erforderliche Infrastruktur.
„Ein stabiles, satellitengestütztes Kommunikationsnetz ist heute wichtiger denn je. Um die dafür notwendigen Kompetenzen im Bereich Satellitensysteme und ihrer Komponenten langfristig zu sichern, binden wir an der Universität Stuttgart die Studierenden der Luft- und Raumfahrt schon früh in aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte ein“, erklärte Klinkner.
Zwei weitere Panels widmeten sich den Themen Resilienz und Sicherheit kritischer Infrastrukturen sowie der geplanten europäischen Satellitenkonstellation IRIS (Infrastructure for Resilience, Interconnectivity and Security by Satellite).

Sabine Klinkner vom IRS ist Expertin für Satellitentechnik und diskutiert gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft die Rolle von 5G-/6G-Konnektivität und die dafür erforderliche Infrastruktur.
Sabine Klinkner vom IRS ist Expertin für Satellitentechnik und diskutiert gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft die Rolle von 5G-/6G-Konnektivität und die dafür erforderliche Infrastruktur.

Politische Dimension

„Satellitenkommunikation ist nicht nur ein technologisches Zukunftsfeld, sondern ein sicherheitspolitisches Gebot. Sie ermöglicht es uns, auch in Krisensituationen verlässlich zu kommunizieren, kritische Systeme zu steuern und unsere demokratischen Institutionen handlungsfähig zu halten“, betonte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister des Landes Baden-Württemberg, Thomas Strobl, in seiner Eröffnungsrede.

Thomas Strobl, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister des Landes Baden-Württemberg, in seiner Eröffnungsrede.
Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister des Landes Baden-Württemberg, in seiner Eröffnungsrede.

Deutsche Impulse im ESA-Vorsitzjahr

Der Termin der Veranstaltung fiel bewusst in das Jahr des deutschen Vorsitzes bei der ESA-Ministerratskonferenz. Deutschland hat damit die Möglichkeit, entscheidende Impulse für eine technologische Führungsrolle, eine vertiefte europäische Zusammenarbeit und die strategische Positionierung Europas im globalen Wettbewerb zu setzen. Die Berliner Veranstaltung sendete somit ein starkes Signal zur rechten Zeit.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Innenministerium, dem Wirtschaftsministerium und dem Staatsministerium Baden-Württemberg sowie dem Deutschen Zentrum für Satelliten-Kommunikation (DeSK) organisiert.
Mit der Luft- und Raumfahrtstrategie „THE Aerospace LÄND – On to new horizons“, die Baden-Württemberg im Jahr 2023 verabschiedet hat und an der die Universität Stuttgart beteiligt ist, hat das Land bereits zentrale Weichen gestellt. Ziel ist es, sich als eine der führenden Luft- und Raumfahrtregionen Europas zu positionieren und auch künftig innovative, qualitativ hochwertige Entwicklungen aus dem Land hervorzubringen.

Weitere Infos zur News:

Luft- und Raumfahrtforschung an der Universität Stuttgart
Die Stuttgarter Luft- und Raumfahrt ist eine bundesweit einzigartige interdisziplinäre Ideenschmiede für Schlüsseltechnologien im All und auf der Erde. Forschende der Universität Stuttgart bündeln Expertisen auf den Gebieten der Klima- und Energieforschung, Kommunikationstechnologie, Antriebstechnik sowie des KI-basierten Fliegens. Ein zentraler Schwerpunkt ist die Erforschung nachhaltiger technologischer Lösungen, die die ökologischen Auswirkungen der Luft- und Raumfahrt minimieren sollen. Geforscht wird interdisziplinär und im engen Dialog mit regionalen und internationalen Partnern aus Wissenschaft und Industrie, etwa im Rahmen der Sonderforschungsbereiche ATLAS (SFB 1667) und SynTrac (SFB-TRR 364). Als Partner von THE Aerospace LÄND trägt die Universität Stuttgart zur Umsetzung der baden-württembergischen Landesstrategie bei, die Luft- und Raumfahrt bis 2050 nachhaltig, digital und kooperativ zu machen. Ihren Studierenden bietet die Universität eine fundierte ingenieurwissenschaftliche und anwendungsorientierte Ausbildung. In der Nachwuchsförderung kooperiert sie mit der „Zukunftsoffensive Luft- und Raumfahrt-Nachwuchs“, einer Initiative des Landes Baden-Württembergs, die sich für die Stärkung der Nachwuchsförderung in den MINT-Fächern engagiert.

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