Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing.
Stefanos Fasoulas

Stellvertreter

Prof. Dr.-Ing. Sabine Klinkner

Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Sekretariat
Prof. Fasoulas

Sheyla Fröhler-Valdez

Sekretariat
Prof. Klinkner

Annegret Möller

Sekretariat
Prof. Krabbe

Barbara Klett

Administration

Dr. Thomas Wegmann

 


Institut für Raumfahrtsysteme
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

Tel. +49 711 685-69604
Fax +49 711 685-63596

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Deutsche Übersetzung des Vortrags von Frau Valero jetzt online

Frau Valero's Kommentare zu der Reihe "Space for Art" am IRS können Sie hier lesen.
25. Januar 2018; Julia Dancer (dancer@irs.uni-stuttgart.de)

Sehr geehrter Herr Professor Fasoulas,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zunächst möchte ich mich aufrichtig für die Ehre bedanken, meine neuesten Werke hier im Institut dieser Universität  ausstellen zu können. Hinzufügen möchte ich, dass die Auswahl der Bilder ihrer vollen Zufriedenheit Genüge leisten möge, um das in mich gesetzte Vertrauen nicht zu enttäuschen.

Dabei möchte ich betonen, dass es mein Ziel war, eine künstlerische Vision des Kosmos zu verwirklichen, was ich als Bezugspunkt und Argument benutzt habe, um vor allem plastische Visionen zu vermitteln. Damit möchte ich sagen, dass man in meiner Malerei nicht das antreffen wird, was man häufig in akademischen Darstellungen oder in audiovisuellen Medien finden kann, da meine Absicht nicht darin besteht, Erscheinungen oder Auswirkungen anderer Verbreitungssysteme zu wiederholen. Was mich am Kosmos inspiriert hat, war die Absicht, ein Werk zu schaffen, in dem die Werte der Malerei vorherrschen in ihrem Wesen, ihrem Aufbau und in ihrer Durchführung. Ich muss hinzufügen, dass auf die gleiche Weise wie in der Natur, dem Universum und in der Kunst die Energie, die Kraft und die Spannung sich im unendlichen Raum rhythmisch und fortschreitend strukturieren. Ich möchte spürbar machen, dass es diese höchste Einheit des Lebens ist, die ermöglicht, dass alles identisch ist als Prinzip in den unterschiedlichen Einstellungen im Makrokosmos oder im Mikrokosmos.

Umso mehr habe ich versucht, in diese neue Begegnung mit Formen des Lebens einzudringen, in dieses faszinierende Universum und die unbegrenzten Varianten plastischer Systeme – vollkommen neu für mich.

Einzudringen in die Geheimnisse, welche die Wissenschaft zu enthüllen versucht, hat in mir neue Ziele gesteckt, was wiederum in mir eine ganz unterschiedliche und intensive Emotion hervorgerufen hat. Denn für mich war und ist die Malerei immer eine wesentliche und emotionale Angelegenheit gewesen, etwas, das den Verstand des Herzens mit einschließt, ohne dass sich alles in pure Logik verwandelt.

Aufgrund meiner Intuition und der Information, die ich zum Teil Ihnen zu verdanken habe, habe ich die fortwährende Transformation des Universums in Raum und Zeit erahnen können, auch das Chaos und die mehr oder weniger magmatischen Formen, die sich von Mal zu Mal mitten in einer großen Spannung formen. All dies ließ mich den Rausch und den Impuls spektakulärer Morphologien spüren, umhüllt von einer großen Energie, in der sich der Sinn des Lebens manifestiert. Ich wünsche mir, dass diese wesentlichen und vitalen Rhythmen in diesen Bildern in jedem einzelnen Fragment ihren Ausdruck finden.

Es ist ergreifend, die Schönheit zu betrachten und dabei in diesen Strudel der unterschiedlichen Formen, Farben und Richtungswechsel einzutauchen, die die rechtwinkligen Maße meiner Arbeiten durchbrechen. Denn, obwohl der Raum eines jeden Bildes in einer Oberfläche besteht, die zwangsläufig begrenzt ist, folgen das Auge und das Herz und sprengen die bildhaften Grenzen hin zur Unendlichkeit des kosmischen Raumes.

Ich habe mein Leben der Kunst, der Lehrtätigkeit und der Forschung mit absoluter Hingabe gewidmet. Aber dies wäre nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung so vieler herausragender Persönlichkeiten, die mich bedingungslos unterstützt haben. In diesem konkreten Fall möchte ich unter all denen Frau Schütz hervorheben. Sie war diejenige, die von diesem Projekt von Anfang an überzeugt war und alles daran gesetzt hat, dies auch zum Erfolg zu bringen.

Dank ihrer Unterstützung gewinnt für mich die Verbindung zu Deutschland eine ganz besondere Bedeutung. Alles begann mit der Einladung zu einem Künstlertreffen aus der ganzen Welt im Schloss Söburg, wo wir Werke schufen, die in Köln, Potsdam, Koblenz und auch in Herrenberg ausgestellt wurden: für mich eine begeisternde Erfahrung. Später dann erfolgte in Zusammenarbeit mit der Polytechnischen Universität von Valencia eine Ausstellung im Rathaus zu Mainz mit 63 Werken, von denen die Stadt ein großformatiges Bild kaufte. Im Jahr 2015 hatte ich eine Einzelausstellung in der Handelskammer Mainz. Aber schon in Valencia arbeitete ich mit Schülern der Deutschen Schule Valencia in Form eines Forschungsprojekts über Musik, Dichtung und Malerei fächerverbindend zusammen, die Ergebnisse dieser Arbeit wurden in der Universität Valencia ausgestellt.

Ich hatte also Gelegenheit, Deutschland, seine Bewohner und seine Kultur kennenzulernen, was in mir eine große Bewunderung geweckt hat.

Heute, bei dieser Gelegenheit, im Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart meine Bilder ausstellen zu können, bedeutet dies für mich ein besonders wertvolles Abenteuer, da dieses Vorhaben zweifelsohne eine Annäherung zwischen Kunst und Wissenschaft sein könnte, die seit der griechischen Welt und der Renaissance in Vergessenheit geraten war und die es wieder zu gewinnen gilt.

Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank für Ihre Anwesenheit und Teilnahme.

Danke.

(Übersetzung: Ursula Schütz)

 

Aurora Valero, Januar 2018