Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing.
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Stellvertreter

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Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

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Sekretariat
Prof. Klinkner

Annegret Möller

Sekretariat
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Institut für Raumfahrtsysteme
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70569 Stuttgart

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Studierende entwerfen Raumstation der Zukunft

4. August 2015; Heidi-Maria Götz / Paul Nizenkov / Emil Nathanson (goetz@irs.uni-stuttgart.de)

SSDW2015_Team_Blue
Das Gewinner-Konzept des "Team Blue" enthält ein großes, rundes Solar-Panel, welches der
Energieversorgung und Thermalkontrolle dient (links), und eine „Weltraum-Fabrik“ mit Greifarm (rechts).

SSDW2015_Team_Red
Zum Konzept von "Team Red" gehören zwei aufblasbare Wohnmodule (orangefarbene Elemente) und zwei Orion Crew Capsules (links vorne und rechts hinten). Die Gesamtmasse würde 300 Tonnen betragen, eine Besatzung von 8 Astronauten ist angedacht.

Wie sieht die Raumstation der Zukunft aus? Darüber haben sich vom 27. bis 31. Juli 2015 32 Studierende und junge Absolventen im Space Station Design Workshop (SSDW) des Instituts für Raumfahrtsysteme (IRS) an der Universität Stuttgart Gedanken gemacht. Ziel des einwöchigen Arbeitsseminars war es, bemannte Raumfahrzeug-Konzepte zu entwerfen.

Eine 16-köpfige Jury hat die Vorschläge bewertet. Das „Team Blue“ setzte sich mit seiner Idee, einer Raumstation in Mondnähe, durch. Doch die Jury lobte beide Teams für ihren Ideenreichtum sowie die hohe Qualität der Berichte. Die Nachwuchsforscher stellen sich vor, dass ihre Raumstationen als Zwischenlager und Tankstelle für Mars- und Mondmissionen dienen.

„Die europäische Raumfahrt braucht Ideen und Vorschläge, wie es nach der ISS und generell mit der bemannten Raumfahrt weitergeht“, sagt der Doktorand Paul Nizenkov, der den Workshop mitorganisiert hat. „Studierende können im Space Station Design Workshop mit ihren unkonventionellen und innovativen Konzepten einen Beitrag leisten.“

Der Space Station Design Workshop wird seit 1996 vom IRS organisiert und durchgeführt. Teilnehmer sind Studierende der Universität Stuttgart, die den Workshop als Lehrveranstaltung besuchen können, aber auch Studierende und junge Absolventen aus der ganzen Welt. Der SSDW ist folglich international und multikulturell aufgestellt. Die Teilnehmer bearbeiten in einer Wettbewerbssituation in zwei Teams dieselbe Aufgabe. Neben fachlichen Kenntnissen sind interdisziplinäre Zusammenarbeit und Teamwork gefordert. Die Studierenden profitieren von intensiver Betreuung durch Experten aus Industrie und Forschung sowie von dedizierten Software-Tools und einer mobilen Concurrent Design/Engineering Facility (CDF/CEF).

„Für uns hat der Workshop zweierlei Bedeutung“, erklärt Mitorganisator Emil Nathanson. „Zum einen stellt er eine Ideen-Quelle für die Entscheidungsträger, insbesondere im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, dar. Zum anderen dient er der Ausbildung junger Ingenieure, die während des Workshops Vorlesungen bekommen, vor allem aber viel selbst machen.“

Nach einigen Jahren Pause fand der SSDW dieses Jahr wieder statt. Mit mehr als 140 Bewerbungen stieß der Workshop national und international auf sehr großes Interesse. Unterstützt wurde er dieses Jahr durch Astos Solutions GmbH, Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG, Thales-Alenia Space Deutschland GmbH, OHB-System AG sowie durch das DLR-Institut für Simulations- und Softwaretechnik in Braunschweig.


Link zur Video-Aufzeichnung der öffentlichen Abschlusspräsentation vom 31. Juli 2015


Weitere Informationen zum diesjährigen Space Station Design Workshop und zu vergangenen Workshops sind auf der offiziellen SSDW-Homepage und der Facebook-Seite des SSDW 2015 zu finden.

Seit Anfang August 2015 gibt es über den SSDW diverse Berichte in den Medien, hier eine Zusammenstellung der entsprechenden Links: