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Institut für Raumfahrtsysteme
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Staubhülle des Mondes nachgewiesen

19. Juni 2015; Priv.-Doz. Dr.-Ing. Ralf Srama (srama@irs.uni-stuttgart.de)

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NASA’s LADEE lunar orbiter will firing its main engine on Oct. 6 to enter lunar orbit in the midst of the US government shutdown (Credit: NASA)

Messungen der NASA Raumsonde LADEE am Mond haben haben erstmals die Staubhülle des Mondes nachweisen können. Dies berichten Wissenschaftler in der neuen Ausgabe des Wissenschaftsjournals Nature. Messungen des Staubsensors haben diese, sich über die gesamte Mondoberfläche erstreckende Staubwolke, bis zu Höhen von 100 km entlang der LADEE-Flugbahn über mehrere Monate hinweg nachweisen können. Alle planetaren Körper im inneren Sonnensystem werden von interplanetaren Partikeln bombardiert. Die Planeten werden durch ihre Atmosphäre geschützt, so dass nur sehr selten Oberflächeneinschläge auftreten. Die Mondoberfläche hingegen ist diesem Beschuss ausgesetzt und die Hochgeschwindigkeitseinschläge erzeugen Krater, eine neutrale Gaswolke, Plasma und Sekundärpartikel, die Ejekta genannt werden. Diese Ejekta können große Höhen erreichen und sie stellen eine mögliche Gefahr für die zukünftige Mondforschung dar. Das Instrument LDEX auf der Sonde LADEE hat nun erstmal diese Staubwolke um den Mond nachgewiesen und charakterisiert. Rätselhaft bleibt hingegen das Verhalten von geladenen Nanopartikeln, die ebenfalls über der Oberfläche erwartet wurden. Diese kleinsten Partikel konnten entgegen den Erwartungen noch nicht direkt nachgewiesen werden und zukünftige Missionen werden sich diesem Thema widmen müssen.

Das Instrument LDEX wurde unter der Leitung von Prof. M. Horanyi von LASP/Universität von Colorado gebaut und betrieben. Das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart ist durch Priv.-Doz. Dr.-Ing. Ralf Srama an der Kalibration und der Datenauswertung beteiligt.