Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing.
Stefanos Fasoulas

Stellvertreter

Prof. Dr.-Ing. Sabine Klinkner

Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Sekretariat
Prof. Fasoulas

Larissa Schunter

Sekretariat
Prof. Klinkner

Annegret Möller

Sekretariat
Prof. Krabbe

Barbara Klett

Administration

Dr. Thomas Wegmann

 


Institut für Raumfahrtsysteme
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

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Start von WADIS-2

29. April 2015; Martin Eberhart (eberhart@irs.uni-stuttgart.de)

    
WADIS-2 auf der Startrampe                                   Nutzlast mit den PHLUX- und FIPEX-Sensoren (oben links bzw. rechts)

Am 5. März 2015 um 2:44 Uhr lokaler Zeit ist am Andoya Space Center im Norden Norwegens die Forschungsrakete WADIS-2 gestartet. Es ist der zweite Start der Mission, die das Ziel hat, Wellenausbreitung und Dissipation in der mittleren Atmosphäre zu untersuchen. Es geht dabei um die Frage, welchen Anteil unterschiedliche physikalische Prozesse am Energiebudget der Erdatmosphäre im Höhenbereich von 70-100 km haben. Das Institut für Atmosphärenphysik (IAP) in Kühlungborn hat dazu eine Nutzlast mit verschiedenen Experimenten zusammengestellt, zu der als Hauptinstrumente PHLUX und FIPEX gehören.

Beide wurden in der Arbeitsgruppe Diagnostik hochenthalper Strömungen im Bereich Raumtransporttechnologie (Leitung Prof. Dr.-Ing. Stefanos Fasoulas) entwickelt. Beide Instrumente messen die Konzentrationen von atomarem Sauerstoff, in dem Sonnenenergie chemisch gespeichert und transportiert wird. PHLUX misst dazu die Temperaturdifferenz zwischen zwei Materialien, auf deren Oberfläche die Rekombination zu molekularem Sauerstoff in unterschiedlichem Maß abläuft. FIPEX verwendet Festköperelektrolytsensoren mit speziell vergoldeten Elektroden. Beide Systeme wurden im Labor kalibriert.

Die Rakete erreichte ein Apogäum von 126 km und wurde nach dem Flug aus dem Meer geborgen. Alle Instrumente, sowohl an Bord als auch am Boden, funktionierten wie geplant und sendeten direkt Daten an die Telemetriestation. Nach einer ersten Auswertung sind die Ergebnisse von PHLUX und FIPEX sehr vielversprechend, so dass sich, nach Anwendung der Kalibrierdaten, Höhenprofile der Teilchendichte von atomarem Sauerstoff errechnen lassen. Das Flugexperiment wurde vor Ort von Martin Eberhart und Arne Meindl durchgeführt.


Umgebung des Andoya Space Centers

Fotos: Martin Eberhart

Weitere Informationen bei Marin Eberhart: eberhart@irs.uni-stuttgart.de