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Stuttgart an Raumstation - Thomas Reiter live aus der Raumstation

1. Dezember 2006; Harald Hummel

Highlight Nr. 17 - Dezember 2006

Stuttgart an Raumstation -
Thomas Reiter live aus der
Raumstation

Als am Abend des 8. Dezember um 19:50 Uhr der deutsche ESA Astronaut Thomas Reiter auf der Leinwand im Hörsaal der Universität Stuttgart erschien, begrüßten ihn die rund 1000 Zuschauer mit lautem Applaus.

 
  Bild zur Nachricht
   
 

In den nächsten 15 Minuten erzählte Thomas Reiter vom Leben und Arbeiten in der Schwerelosigkeit auf der Internationalen Raumstation (ISS). Im Rahmen der ESA Mission "Astrolab" schwebt er seit fast sechs Monaten in einer Höhe von rund 370 km über der Erde und nutzt zusammen mit seinen beiden Kollegen die Schwerelosigkeit für spezielle Experimente aus den verschiedensten wissenschaftlichen Disziplinen wie der Medizin, Biochemie und Physik.

Experimente aus Stuttgart und München

Ein Teil der Experimente an Bord der ISS kommen aus München und Stuttgart. Dr. Hubertus Thomas vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in München berichtete über Untersuchungen, in denen es erstmals gelungen ist, mit so genannten Plasma-Kristallen nicht nur den gasförmigen und flüssigen Zustand von Materie darzustellen, sondern auch den festen Zustand von Materie. Dr. Felix Huber vom Steinbeis-Transferzentrum Raumfahrt stellte das Technologie-Experiment GTS Global Transmission Services vor, mit dem in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart von der ISS zukünftige Dienstleistungen zur Uhrensynchronisation und zum Aufspüren von gestohlenen Fahrzeugen und Gegenständen erprobt werden.

Schwerelosigkeit macht Spaß

"Die Schwerelosigkeit macht mir immer noch riesigen Spaß", schwärmte Reiter. Das Schlafen - frei schwebend durch den Raum - sei äußerst angenehm und auch der Sport, den er bis zu zweieinhalb Stunden täglich treibt, ist etwas ganz Besonderes. So ist zum Beispiel Squash spielen im All "der absolute Wahnsinn". Einer der Höhepunkte seiner Mission war ein Weltraumspaziergang, bei dem er sechs Stunden lang Wartungsarbeiten and er ISS durchführte - ein Knochenjob mit traumhafter Aussicht auf die Erde. Nach seiner Rückkehr auf die seinen Heimatplaneten, die für den 22. Dezember geplant ist, wird er sich wieder umstellen müssen: "Hier oben im All ist es kein Problem, wenn ich den Schraubenzieher mal eben in der Luft parke oder ein Glas Wasser einfach loslassen - auf der Erde gibt es da Scherben."

Schlechte Verbindung vereitelt Fragerunde

Schon nach wenigen Sekunden der Liveschaltung war klar, dass Thomas Reiter die Stuttgarter nicht hören konnte. "Wahrscheinlich war ein Regler falsch eingestellt", vermutet der ehemalige Astronaut Prof. Ernst Messerschmid vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart. Am Ende der Übertragung konnte dann aber doch noch für etwa 20 Sekunden eine volle Verbindung hergestellt werden, so dass Thomas Reiter den verdienten Applaus des begeisterten Publikums entgegen nehmen konnte. Also die ISS um 20:05 Uhr bereits auf das japanische Sapporo zuschwebte und den Empfangskorridor für die Übertragung verließ bracht die Verbindung komplett ab. Doch auch mit dem nur kurzen, direkten Kontakt zu Thomas Reiter wurde der Wissensdurst der Zuhörer befriedigt. Zusammen mit seinem Kollegen Reinhold Ewald stand Ernst Messerschmid Rede und Antwort. Und für das Frühjahr 2007 soll Thomas Reiter zusammen mit seinen Kollegen von der ISS  eingeladen werden - dann kann er die noch offenen Fragen selbst beantworten.

 

Die Veranstaltung wurde vom Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) der Uni Stuttgart im Rahmen seiner Vorlesungsreihe "Raumfahrt aus Leidenschaft" unter Leitung von Prof. Hans-Peter Röser und in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Bezirksgruppe der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt - Lilienthal - Oberth e.V. (DGLR) organisiert. dank gilt auch der europäischen Weltraumorganisation ESA, die dieses Event gesponsert und technisch unterstützt hat.

 

Weitere Informationen bei Prof. Ernst Messerschmid und Prof. Hans-Peter Röser


Bildgalerie zur Veranstaltung:

     
Etwa 1000 Zuschauer warten gespannt auf die Liveschaltung mit Thomas Reiter.   In der ersten Reihe (von links): Reinhold Ewald, Ernst Messerschmid, Felix Huber, Hubertus Thomas   Flugbahn der ISS.   Reinhold Ewald nimmt Kontakt mit Thomas Reiter undder ISS auf.
     
Thomas Reiter erz�hlt vom Leben und arbeiten in der Schwe5elosigkeit.   Ernst Messerschmid und Reinhold Ewald stehen den Zuhörern Rede und Antwort.
           
Ernst Messerschmid und Reinhold Ewald stehen den Zuh�rern Rede und Antwort.)