Institutsleiter

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Institut für Raumfahrtsysteme
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IRS-Arbeitsgruppe "Diagnostik hochenthalper Strömungen" gelingt neues Experiment

29. Oktober 2013; Dr. Stefan Löhle (loehle@irs.uni-stuttgart.de)

Der Arbeitsgruppe von Dr. Stefan Löhle gelang in der letzten Woche ein aufregendes neues Experiment: Es wurden erstmals optische Emissionsspektren im Wellenlängenbereich unter 200nm, dem Vakuumultraviolett (VUV), gemessen. Tobias Hermann und Fabian Zander haben in den letzten zwei Monaten einen neuen experimentellen Aufbau im Plasmawindkanallabor zusammengestellt. Die Messungen werden im Rahmen eines Auftrags der europäischen Raumfahrtbehörde ESA zur Untersuchung von Strömungen, wie sie beim Eintritt in die Erdatmosphäre auftreten, verwendet.
 
Bisher wurden Messungen nur im sichtbaren Wellenlängenbereich und nahen Infrarot durchgeführt. Es ist jedoch vor allem bei schnellen Manövern, wie beispielsweise beim Rückflug vom Mond, erheblich mehr Strahlungsleistung zu erwarten und diese speziell aus dem VUV.
 

Das Bild zeigt das allererste erfolgreiche Spektrum mit einem starken Linienpaar des atomaren Stickstoffs vor einer Probe in einer Strömung mit ungefähr 70MJ/kg. Das entspricht einer Flugbedingung der Hayabusa Kapsel, die im Juni 2010 nach dem Besuch eines Asteroiden wieder zur Erde zurück flog.

In den kommenden Wochen werden noch weitere Experimente durchgeführt, auch mit kommerziellen Hitzeschutzmaterialien und wir erhoffen uns ein besseres Verständnis der Windkanalströmungen und des Materialverhaltens im Hinblick auf zukünftige interplanetare Rückkehrflüge. Zunächst freuen wir uns aber, dass der komplexe Aufbau fast wie erwartet funktioniert und möchten uns hiermit auch bei der gesamten Arbeitsgruppe für die unermüdliche Unterstützung beim Aufbau und der Durchführung der Experimente bedanken.