Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing.
Stefanos Fasoulas

Stellvertreter

Prof. Dr.-Ing. Sabine Klinkner

Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Sekretariat
Prof. Fasoulas

Larissa Schunter

Sekretariat
Prof. Klinkner

Annegret Möller

Sekretariat
Prof. Krabbe

Barbara Klett

Administration

Dr. Thomas Wegmann

 


Institut für Raumfahrtsysteme
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

Tel. +49 711 685-69604
Fax +49 711 685-63596

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1-jähriges Bestehen des STERN-Raketenprogramms am IRS

15. Oktober 2013; Heidi-Maria Götz (goetz@irs.uni-stuttgart.de)

Vor etwas mehr als einem Jahr, am 01.09.2012, startete das DLR STERN-Programm (Studentische Experimental Raketen) am Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart. Im Rahmen dieses Projektes bauen Studierende der Studentengruppe HyEnD innerhalb von drei Jahren eine Höhenforschungsrakete, die mit einem Schub von 10 kN und einer Geschwindigkeit über Mach 2,5, also über 3000 km/h, eine Höhe von 20 km erreichen soll. Ziel der Gruppe ist es, diese voraussichtlich 5 m lange Rakete, genannt HEROS (Hybrid Experimental Rocket Stuttgart), bis zum Sommer 2015 herzustellen und sie dann auf dem schwedischen Raketenstartplatz für europäische Höhenforschungsraketen Esrange in Kiruna zu starten. Anders als bei herkömmlichen Raketen dieser Größe und dieses Einsatzbereiches soll HEROS durch ein Hybridtriebwerk angetrieben werden. Das bedeutet, daß der Oxidator flüssig und der Treibstoff fest vorliegen. Als Treibstoff soll Paraffinwachs zum Einsatz kommen, welches aktuell von großem Forschungsinteresse bei Hybridtriebwerken ist. Als Oxidator wird flüssiges Lachgas benutzt. Diese Kombination bietet im Vergleich zu anderen Treibstoffkombinationen eine sehr hohe Sicherheit und gute Handhabbarkeit.

Im Rahmen des Projektes müssen alle Subsysteme der Rakete und der Startanlage von den Studenten selbst entworfen, konstruiert und getestet werden. Dazu gehören Triebwerk, aerodynamische Auslegung der Hülle, Struktur, Betankungsanlage, Bergungssystem, Elektronik und vieles mehr. Zur Zeit ist das Team damit beschäftigt, eine kleinere Version der Rakete, genannt MIRAS, für einen Testflug vorzubereiten. Der Start ist für das erste Halbjahr 2014 auf einem geeigneten Bundeswehr-Testgelände geplant. Dieser Demonstrationsflug wird durchgeführt, um Startoperationen zu testen, und die Funktionsweise der einzelnen Subsysteme zu überprüfen. Die Ergebnisse mit dieser kleinen Rakete ermöglichen wichtige praktische Erfahrungen und bilden die Grundlage für den Bai und Flug der großen „HEROS-Rakete“.

Die ersten Flugtriebwerkstests für die kleinere Rakete MIRAS beim DLR in Lampoldshausen waren bereits erfolgreich. Die Telemetrie und das Bergungssystem haben ebenfalls erste Tests erfolgreich bestanden. Im Rahmen der „HEROS-Rakete“ gab es bisher auch einige studentische Forschungsarbeiten. Es wurde beispielsweise an der Herstellung und Verwendung von Kohlefasertanks geforscht. Andere studentische Arbeiten wirkten auch bei der Triebwerkauslegung, und der Aerodynamik maßgeblich mit.

Das Team bildet sich auch aktiv weiter, so besuchen verschiedene Mitglieder Workshops zur Raketenstabilisierung, machen einen T2 oder einen Funkschein, so daß sich die Kompetenzen des Teams stetig erweitern. Das große Interesse von studentischer Seite spiegelt sich auch darin wieder, daß sich die Anzahl der aktiven Mitglieder im letzten Semester mehr als verdoppelt hat. In den verbliebenen zwei Jahren des STERN-Programms wird nun die Vorentwicklung der Rakete abgeschlossen und mit dem Bau und ausführlichen Test aller Komponenten begonnen, so daß dem Start im Jahr 2015 nichts im Wege steht.

Neue, motivierte Studenten mit Interesse an der Mitarbeit am Projekt können sich gerne melden. Es werden auch immer wieder verschiedene Themen als Studien/Diplom/Bachelor/Masterarbeiten angeboten.  

 
Micro-Flug-Triebwerk Test
 
Testlauf des 500 Newton-Flugtriebwerkes

 
Weiterführende Info unter: