Der erste Vorlesungsteil gibt eine Übersichtsdarstellung
des Rückkehrproblems und diskutiert die Wechselwirkungen
zwischen Fahrzeugeigenschaften, Missionsleistungen und Flugbelastungen.
Hierfür wird das Deorbitmanöver näher betrachtet,
das die atmosphärischen Eintrittsverhältnisse und
damit maßgeblich die mechanischen und thermischen Fluglasten
bestimmt. Nach Bereitstellung von flugmechanischen Grundlagen
und Umweltmodellen wird der ballistische und auftriebsgestütze
Rückkehrflug mit Näherungsmethoden untersucht und
die Entwurfsaufgabe insbesondere des Thermalschutzsystems
behandelt.
Teil II befaßt sich mit der Aerothermodynamik des Wiedereintritts.
Ziel ist es, die auf ein Wiederintrittsfahrzeug wirkenden
lokalen aerothermodynamischen Lasten detailliert zu berechnen.
Hierzu wird ein Überblick über alle entlang der
Wiedereintrittstrajektorie auftretenden aerothermodynamischen
Phänomene und deren Berechnung gegeben. Behandelt werden
Machzahl-, Reynoldszahl-, Verdünnungs- und Hochtemperatureffekte,
thermochemische Relaxationen, die Gasstrahlung sowie katalytische
Effekte an Hitzeschutzoberflächen. Die Kontiunuums- bzw.
verdünnten Strömungen werden mit Navier-Stokes-
bzw. Direkt-Simulations-Monte-Carlo-Verfahren berechnet.
Teil III betrachtet zunächst Hitzeschutzmaterialien
und Thermalschutzkonzepte und stellt anschließend verschiedene
Bodentestanlagen (Plasmawindkanäle, Stoßrohre)
zur Qualifizierung von Hitzeschutzmaterialien bzw. numerischen
Berechnungsverfahren vor. Danach werden Meßtechniken
und Diagnostikverfahren diskutiert, die mechanische und elektrostatische
Sonden sowie spektrometrische und optische Verfahren einschließen
und sowohl in den Bodentestanlagen wie bei den Wiedereintrittsmissionen
eingesetzt werden.

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