Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing.
Stefanos Fasoulas

Stellvertreter

Prof. Dr.-Ing. Sabine Klinkner

Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Sekretariat
Prof. Fasoulas

Elisa Werler

Sekretariat
Prof. Klinkner

Annegret Möller

Sekretariat
Prof. Krabbe

Barbara Klett

Administration

Dr. Thomas Wegmann

 


Institut für Raumfahrtsysteme
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

Tel. +49 711 685-69604
Fax +49 711 685-63596

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Nachruf Prof. Dr. Hans-Peter Röser

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Universitätsprofessor i.R. Dr. Hans-Peter Röser
*08.10.1949 - 08.12.2015

  

Das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart trauert um Universitätsprofessor i.R. Dr. Hans-Peter Röser. Er war seit 2002 an unserem Institut tätig, bis Februar 2014 als geschäftsführender Direktor. Nach schwerer Krankheit verstarb er am Dienstag, dem 8. Dezember 2015.

Geboren in Polch, studierte Hans-Peter Röser Physik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Im Jahre 1979 promovierte er in Angewandter Physik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität und am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn zum Dr. rer. nat. mit dem Thema “Entwicklung eines optisch-gepumpten Submillimeter-Lasers als Lokaloszillator in einem Heterodynempfänger“ bei Prof. Dr. Otto Hachenberg.

Es folgten berufliche Stationen am Max-Planck-Institut für Radioastronomie, wo er insbesondere Beobachtungsinstrumente (Heterodyn-Spektrometer) für den Einsatz an Bodenteleskopen und auf dem Kuiper Airborne Observatory (KAO) entwickelte und einsetzte.

Im Dezember 1988 wurde er durch den Präsidenten der Max-Planck Gesellschaft auf eine C3-Professur am Max-Planck-Institut für Radioastronomie berufen.

1994 wechselte Prof. Röser auf die C4-Professur für Weltraumsensorik an der Technischen Universität Berlin, zeitgleich als Direktor des Instituts für Weltraumsensorik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in Berlin-Adlershof. Prof. Röser war hier Initiator von Kleinsatellitenprojekten wie BIRD oder DLR-TUBSAT und kümmerte sich maßgeblich um das SOFIA Projekt (Stratospheric Observatory For Infrared Astronomy). Von 1989 bis 2004 war er dabei Mitglied der SOFIA Science Working Group der NASA und der deutsche Sprecher dieser Gruppe.

1999 erhielt er eine Professur am Zentrum für Astronomie und Astrophysik der TU Berlin.

2002 folgte Prof. Röser einem Ruf auf die C4-Professur für Raumfahrtsysteme an der Universität Stuttgart und übernahm als geschäftsführender Direktor die Leitung des Instituts für Raumfahrtsysteme (IRS). Seine Vision war es, das IRS zum europaweit führenden universitären Raumfahrtinstitut zu entwickeln, sowohl in der Lehre als auch im Forschungsbereich. Zusätzlich zu den bereits etablierten Gebieten „Elektrische Raumfahrtantriebe“, „Wiedereintritt“, „Analyse von Raumtransportsystemen“ und „Weltraumexperimente“ sind hierfür durch Prof. Röser die Forschungsbereiche „Kleinsatelliten und Erdfernerkundung“, „Supraleitung“, „Staubastronomie“ und das gemeinsame amerikanisch-deutsche Projekt „SOFIA“ am IRS initiiert und maßgeblich gestaltet worden. Letzteres mündete in die Gründung des „Deutschen SOFIA Instituts“, das nun seit November 2004 am IRS angesiedelt ist.

Für immer wird auch der Bau des Raumfahrtzentrums Baden-Württemberg (RZBW) mit der neuen Hausnummer „Pfaffenwaldring 29“ auf dem Campus Vaihingen eng mit seinem Namen verbunden bleiben. Hier hat auch das IRS 2011 seine neue Heimat gefunden.

Unsere Trauer ist sehr tief. Mit Prof. Hans-Peter Röser haben wir einen überragenden Wissenschaftler, Lehrer, Mentor und Freund verloren. Seine präzisen und kritischen Analysen waren in Forschung und Lehre sehr wertvoll. Sein Enthusiasmus und sein Engagement waren vorbildlich und seine Vorlesungen prägend für Studierende. Er war für alle stets ein aufmerksamer Ansprechpartner und auf seinen Rat wurde immer gerne gehört. Auch nach seinem Ruhestand im März 2015 übernahm er Lehraufgaben, obwohl er bereits von Krankheit schwer gezeichnet war. Neben der fachlichen Detailkompetenz verstand er es dabei auch in exzellenter Weise, seine Mitmenschen für eine Sache zu begeistern und zu motivieren, nach dem Motto: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer. (Antoine de Saint-Exupery)“.

Wir werden Herrn Professor Röser als hilfsbereiten, unermüdlich tätigen Kollegen und Gelehrten in steter Erinnerung behalten. Wir vermissen ihn. Sehr sogar.

Wir trauern mit seiner Familie um diesen außergewöhnlichen Menschen.

Stuttgart, im Dezember 2015

Prof. Dr. Stefanos Fasoulas
stellvertretend für alle Mitglieder des Instituts für Raumfahrtsysteme