Highlight Nr. 34 – Juli 2009
Den Hochtemperatursupraleitern auf der Spur
Einer Arbeitsgruppe des Instituts für Raumfahrtsysteme (IRS) um Prof. Hans-Peter Röser ist es in Zusammenarbeit mit internationalen Partnern gelungen, einen Zusammenhang zwischen der Kristallstruktur eines Hochtemperatursupraleiters (HTSC) und seiner kritischen Übergangstemperatur Tc zu finden. Diese von den WissenschaftlerInnen des IRS ermittelte Beziehung erlaubt es erstmals die kritische Temperatur Tc eines Supraleiters aus der optimalen Dotierungsdichte zu berechnen!
Alle bislang untersuchten HTSC im Temperaturbereich von ~20 K < Tc < ~125 K - egal ob mit Elektronen als Löchern dotiert - finden sich auf einer Korrelationsgeraden wieder. Die Abweichungen der theoretisch ermittelten von der tatsächlich gemessenen Übergangstemperatur liegt in der Regel unter einem Prozent.
"Es ist fast schon erschreckend, wie das alles zusammen passt", sagt Prof. Röser, Geschäftsführender Direktor des IRS und von Haus aus Physiker und Astronom.
Die Forschungsgruppe am IRS besteht neben Prof. Röser aus Dr. Maria von Schönermark, Dave Haslem, Santiago López, Marco Stepper, Florian Hetfleisch, Peter Leschinski, Andreas Moritz, Jürgen Vernerey sowie Artur Bohr.
Die Forschungsaktivitäten am IRS werden u. a. von der Friedrich-und-Elisabeth-Boysen-Stiftung gefördert. Internationale Kooperationspartner sind Prof. Felix Huber DLR vom Oberpfaffenhofen, Prof. Anahit Nikoghosyan von der Yerevan State University von Armenien sowie Michael Toberman vom NASA Dryden Flight Research Center.
In der Augustausgabe (0809) von "bild der wissenschaft" ist ein Artikel mit dem Titel "Auf der Ziel-Geraden" zu diesem Thema erschienen.
Hier finden Sie Publikationen zu den Themen Nanostrukturen für THz Frequenzen (Auswahl) & Hochtemperatur Supraleitung