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Universität Stuttgart

Highlight des Monats

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Highlight Nr. 29 – September 2008 Prof. Krabbe

Am 8.Januar 2009 hat Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe die Professur für Flugzeugastronomie und Extraterrestrische Raumfahrtmissionen am Institut für Raumfahrtsysteme (IRS) übernommen und ist seitdem gleichzeitig für die wissenschaftliche Leitung des Deutschen SOFIA Instituts (DSI) zuständig .

Alfred Krabbe studierte von 1976 bis 1983 Physik an den Universitäten Münster und Heidelberg. Schon in seiner Promotion, die er ebenfalls an der Universität in Heidelberg absolvierte, beschäftigte er sich mit der Infrarotastronomie und entwickelte einen Spektrographen für das deutsch-spanische Observatorium auf dem Calar Alto in Südspanien. In den darauf folgenden Jahren hat er am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching (1987 – 1997) sowie am "Institut für Weltraumsensorik und Planetenerkundung" (1997 - 2000) des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin weitere Instrumente und Experimente zur Infrarotastronomie entwickelt und diese für seine Forschungszwecke eingesetzt. Im Jahr 2000 wechselte er zum Space Science Laboratory der Universität Berkeley in Kalifornien und ist seitdem am Bau und Einsatz eines Infrarotspektrographen für das US amerikanische Keck Observatorium auf Hawaii beteiligt. Seit 2003 war er C3 Professor am I. physikalischen Institut der Universität zu Köln und entwickelte dort unter anderem das Konzept für einen abbildenden interferometrischen Infrarot Spektrographen für das deutsch-amerikanische Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona.

In seiner wissenschaftlichen Arbeit beschäftigt er sich unter anderem mit dem Zentrum der Milchstraße, um die physikalischen Prozesse von Sagitarius A*, dem schwarzen Loch im Zentrum unserer Galaxie zu entschlüsseln. Auch den aktiven Kernen in anderen Galaxien, die ebenfalls Schwarze Löcher enthalten, gilt sein Augenmerk. Hier erforscht er vor allem die Dynamik der umgebenden Gaswolken sowie die explosiven Sternentstehungsprozesse, die in solchen Regionen vonstatten gehen, und deren Auswirkungen auf die Umgebung. Neuerdings gilt sein Interesse auch der Untersuchung von Exoplaneten, den Planeten um andere Sterne.

Bereits seit 1997 war Alfred Krabbe als Teleskop-Projektwissenschaftler für SOFIA tätig und in dieser Funktion unter anderem wissenschaftlicher Berater der DLR Projektleitung fürdas DSI, die deutsche Wissenschaftsgemeinde, sowie die Partner aus der Industrie. Mit der deutsch-amerikanischen Sternwarte SOFIA will er seine Forschungen weiter vorantreiben und plant dazu, mit anderen Kollegen aus der astronomischen Forschung eines der neuesten SOFIA Geräte zur Untersuchung des infraroten Universums zu entwickeln.
Außerdem wird er die Vernetzung des interdisziplinären Projektes SOFIA in der Fakultät für Luft- und Raumfahrt und Geodäsie weiter vorantreiben.

Das Forschungsinteresse von Alfred Krabbe ist aber nicht nur auf SOFIA begrenzt: Im Rahmen des Stuttgarter Kleinsatellitenprogramms plant er auch satellitengestützte Astronomiemissionen zu entwickeln und durchzuführen. Hierbei wird er vor allem im Bereich der Instrumentenentwicklung mit seinen astronomischen Kollegen aus Heidelberg und Tübingen zusammenarbeiten.
Am 18. Juni 2009 wird er sich im Rahmen seiner Antrittsvorlesung der Fakultät vorstellen.


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