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Highlight Nr. 26 – März 2008
IRS erfolgreich bei internationalem Asteroiden-Missions-Wettbewerb
Ein spanisch-deutsch-italienisches Team unter Beteiligung von Mitarbeitern
des IRS belegte den 2. Platz beim internationalen "Apophis Mission Design"
Wettbewerb der Planetary Society. Das Ziel war, eine Raumsondenmission zu
planen, um die Bahn des Asteroiden Apophis möglichst exakt zu vermessen
und damit die Gefahr eines Einschlages auf der Erde im Jahr 2036 zu
bestimmen.
Die Planetary Society, die weltgrößte Vereinigung im Bereich Astronomie
und Raumfahrt, rief zusammen mit den Raumfahrtagenturen ESA und NASA sowie
der AIAA, der ASE und der USRA im letzten Jahr dazu auf,
Missionsvorschläge im Rahmen des "Apophis Mission Design Competition"
einzureichen. 100 Jahre nach dem Tunkuska-Ereignis über der sibirischen
Steppe rücken die Gefahren und Folgen eines Asteroideneinschlages auf der
Erde mehr und mehr in den Blickpunkt von Wissenschaft und Öffentlichkeit.
Aufgrund verbesserter Beobachtungsmöglichkeiten und -methoden wurden in
den letzten Jahren zunehmend erdnahe Asteroiden bei nahen Vorbeiflügen an
der Erde gesichtet.
Die Aufgabe des Wettberwerbes bestand in Entwurf und Planung einer
Raumsondenmission zum Asteroiden (99942) Apophis, die möglichst
preisgünstig dessen Umlaufbahn bestimmen soll. Apophis ist ein erdnaher
Asteroid von etwa 300 m Durchmesser, der im Jahr 2029 in weniger als einem
Zehntel des Mondabstandes an der Erde vorbeifliegen und diese Distanz
möglicherweise beim nachfolgenden Vorbeiflug 2036 sogar noch
unterschreiten könnte. Die Gefahr eines Einschlages wird derzeit als fast
gleich Null angesehen. Um ein solches Ereignis aber gänzlich
auszuschliessen oder aber notwendige Abwehrmassnahmen zu planen, ist es
nötig die Bahn exakt zu bestimmen und den Körper vor Ort von Bord einer
Raumsonde aus zu untersuchen.
Mehr als 37 Teams aus über 20 Ländern von sechs Kontinenten haben sich an
diesem Wettbewerb beteiligt. Ein spanisch-deutsch-italienisches Team
bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Raumfahrtunternehmen
Deimos Space (Madrid), EADS Astrium (Friedrichshafen) sowie der
Universität Pisa und des Institutes für Raumfahrtsysteme der Universität
Stuttgart reichte den Missionsvorschlag "A-TRACK" ein. Dabei wird eine 540
kg leichte Raumsonde im Zeitraum 2013-2014 auf eine Reise von zehn bis 15
Monaten zu ihrem Rendezvous mit dem Asteroiden geschickt. Vor Ort wird
Apophis mit Kameras, Radio- und Spektrometern über fünf Monate hin
intensiv untersucht sowie seine Bahn während der nachfolgenden sechs
Monate vermessen. Das IRS war im A-Track-Team mit zwei Mitarbeitern aus
dem Bereich Kleinsatelliten vertreten: René Laufer (Kleinsatellit und
Lander) und Oliver Zeile (Missionsanalyse und Telekommunikation).
Der A-Track-Missionsvorschlag wurde von der internationalen Jury mit dem
zweiten Preis ausgezeichnet hinter dem siegreichen Entwurf "Foresight" aus
den USA und vor dem Vorschlag "APEX" eines
britisch-französisch-italienisch-deutsch-belgischen Teams.
Weitere Informationen bei René Laufer oder auf der Website des Apophis Mission Design Competition der Planetary Society.
Links:
Bilder:
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| Die Raumsonde A-Track |
A-Track-Missionsprofil - Flug zum Asteroiden Apophis |
Titelseite des A-Track- Missionsvorschlages |
Künstlerische Darstellung des Blicks von Apophis auf die Erde |
Schematische Darstellung des Apophis-Vorbeifluges an der Erde im April 2029 |
| (Quelle: Deimos Space / Planetary Society) |
(Quelle: Deimos Space / Planetary Society) |
(Quelle: Deimos Space / Planetary Society) |
(Quelle: M. Carroll / Planetary Society) |
(Quelle: NASA / B. S. Smith / Planetary Society) |
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