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Universität Stuttgart

Highlight des Monats

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Highlight Nr. 8 - Januar 2005

Deutsches SOFIA-Institut (DSI) gegründet

Am 27. Januar fand im Stuttgarter Haus der Wirtschaft die Gründungsveranstaltung mit rund 200 Gästen aus Forschung und Industrie statt.

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  DSI-Gründungsveranstaltung

Im Anschluss an Grußworte vom Rektor der Universität Stuttgart Prof. Dieter Fritsch, dem Programmdirektor Weltraum Karsten Beneke vom DLR, dem stellvertretenden Direktor der Universe Division, Science Mission Directorate, NASA Headquarters, Richard Howard, dem Präsidenten der Universities Space Research Association (USRA) Prof. David Black und dem Direktor des IRS Prof. Hans-Peter Röser stellten der designierte SOFIA-Direktor Prof. Eric Becklin, der SOFIA-Projektleiter Industrie Dr. Hans Jürgen Kärcher und Prof. Röser das Projekt vor. Moritz Kager, ein Schüler der Michael-Bauer-Schule in Stuttgart, präsentierte die Aktivitäten der beteiligten Schulen.


Für die nächsten 20 Jahre wird Stuttgart deutscher Heimatflughafen für die Boeing 747SP sein. An Bord befindet sich ein Spiegel-Teleskop mit einem Durchmesser von 2,7 m. Hiermit wird es unter anderem möglich sein, Sterne und Sonnensysteme bei ihrer Entstehung zu beobachten. Das Licht, das diese jungen Objekte aussenden, ist auf der Erde aus nicht zu empfangen, da insbesondere der Wasserdampf für die infrarote Strahlung im Wesentlichen unpassierbar ist. Erst in Höhen ab ca. 13 km ist der Weg frei für die Beobachtung. Bisher standen den Astronomen nur die wesentlich niedriger liegenden Observatorien wie auf Hawaii in 4200 m Höhe oder Satelliten zur Verfügung. Berge sind aus vorgenannten Gründen nicht hoch genug und der Einsatz von Teleskopen auf Satelliten ist extrem teuer und unflexibel. SOFIA bietet dagegen die Möglichkeit, stets mit neuester Technik Beobachtungsflüge auf der Nord- und auch auf der Südhalbkugel durchzuführen. Gegenüber Teleskopen am Boden hat SOFIA den Vorteil, dass es fast jeden Punkt am Nachthimmel beobachten kann. Zur Erforschung des Südhimmels sind auch regelmäßige Flüge von Neuseeland aus vorgesehen. Gegenüber Satelliten ist neben dem finanziellen Vorteil auch die Möglichkeit, die Instrumente zwischen den Flügen zu wechseln oder während des Fluges zu optimieren, ein wesentlicher Pluspunkt.


Am Institut für Raumfahrtsysteme wird eine eigene Abteilung mit mehr als 20 Wissenschaftlern und Technikern eingerichtet, um das Flugzeug mit seinem Teleskop zu betreuen und die Interessen der deutschen Instrumententeams zu vertreten. Das deutsch-amerikanische Gemeinschaftsprojekt, bei dem die deutsche Seite 20% der Kosten trägt, sieht vor, dass 15 deutsche Mitarbeiter ständig in den USA arbeiten werden. Eine starke Kooperation von sieben Instituten der Universität, dem externer LinkFlughafen Stuttgart, der externer LinkSteinbeisstiftung für den Technologietransfer sowie über 15 mittelständige Firmen aus Baden-Württemberg arbeiten an diesem Projekt. Auch im Bildungsbereich wird sich viel tun. Derzeit beteiligen sich bereits fünf Schulen aus dem Stuttgarter Raum, das Planetarium und weitere vier Schulen in Brandenburg sowie das externer LinkLandesinstitut für Schule und Medien (LISUM) an der Gestaltung des so genannten Educational and Public Outreach (EPO) Programms. Mit diesem Programm soll die Faszination von Astronomie, Luftfahrt und Technologie bei einem breiten Publikum, insbesondere dem Nachwuchs von Grundschule bis Gymnasium, geweckt werden. Damit wird den Schulen, Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geboten, sich aktiv an den Forschungsarbeiten zu beteiligen, wobei es auch Mitfluggelegenheiten geben wird. Mit dabei sind derzeit das externer LinkJohannes-Kepler-Gymnasium in Weil der Stadt, das externer LinkEberhard-Ludwigs-Gymnasium, die externer LinkMichael-Bauer-Schule und die externer LinkMerz-Schule in Stuttgart, sowie das externer LinkFriedrich-Schiller-Gymnasium in Marbach.


Bis es soweit ist, werden jedoch noch einige technologische Hürden zu meistern sein. Im Jahre 2006 soll es dann soweit sein und SOFIA wird von seinem amerikanischen Stützpunkt bei der externer LinkNASA in der Nähe von San Francisco abheben und den operationellen Betrieb aufnehmen. Aber auch in Deutschland wird SOFIA zu sehen sein. Im Vollbetrieb nach einigen Jahren wird SOFIA zweimal im Jahr für jeweils eine Woche in Stuttgart stationiert sein. In dieser Zeit soll einerseits die Wartung der Triebwerke und des Teleskops durchgeführt werden, und andererseits den verschiedenen Instrumententeams die Möglichkeit geboten werden, ihre Instrumente zu testen und zu verbessern. Während dieser Zeit wird auch der Öffentlichkeit Zugang zum Flugzeug geboten werden.


Am 25. November 2004 unterzeichneten Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Universität Stuttgart den Vertrag zur Vorbereitung und Durchführung der SOFIA-Betriebsphase am Deutschen SOFIA-Institut (DSI), das am IRS beheimatet ist.

Nähere Informationen zum Thema bekommen Sie von: Prof. Dr. Hans-Peter Röser und Stefan Kirches.

Kleine SOFIA-Galerie

     
SOFIA   Technische Daten   Das SOFIA-Teleskop   Blick in das Innere
             
     
SOFIA im Hangar   Einbau des Teleskops   Potenzielle Beobachtungsobjekte   Beobachtung im Visuellen und Infraroten
             
     
Teleskop im Flugzeugrumpf   Hauptspiegel des Teleskops   SOFIA-Partner auf deutscher Seite   Prof. Röser mit SOFIA-Modell
             
SOFIA-Vertrag unterzeichnet

Weitere Informationen zum SOFIA-Projekt

- News Neuigkeiten aus dem Institut
- News-Archiv Ältere Neuigkeiten aus dem Institut
- Highlight-Archiv Alle Highlights in umgekehrter chronologischer Reihenfolge
- Highlight-Liste Thematische sortierte Liste aller Highlights seit Mai 2003
- Pressespiegel Materialien vom und über das Institut für Raumfahrtsysteme
- Veranstaltungen Termine rund um das Institut
- Faltblätter Informationsmaterial über das Institut und seine Forschungsaktivitäten
- Bildergalerie Bilder zu Forschungsthemen des Instituts