 |
|
|
Ein Massenspektrometer ist - ganz allgemein gesprochen - ein Gerät, mit
dem aus einer gasförmigen Probe Ionen erzeugt, nach ihrem
Masse-zu-Ladungs-Verhältnis m/q getrennt und registriert werden
können.
Insbesondere zur Erzeugung der Ionen und zur Auftrennung des erzeugten
Partikelstrahls gibt es dabei eine ganze Reihe verschiedener physikalischer
Methoden und Effekte die sich für diese Zwecke ausnützen lassen.
|

Grundsätzlicher Aufbau eines Massenspektrometers
|

Quadrupol-Massenspektrometer zur Plasmadiagnostik (9 kB)
|
Die Massenspektrometrie hat im Gegensatz zu anderen Diagnostikverfahren den
Vorteil, daß man mit ihr praktisch gleichzeitig alle im Plasmastrahl
auftretenden Teilchensorten erfassen und ihre Mengenverhältnisse bestimmen
kann. Nachteilig ist, daß sie kein berührungsloses Meßverfahren
ist, d.h. die Meßgröße (in diesem Fall die
Plasmazusammensetzung) wird durch die Anwesenheit des Spektrometers mehr oder
weniger stark verfälscht. Obwohl die Massenspektrometrie bereits seit den
sechziger Jahren zur Plasmadiagnostik eingesetzt wurde, führten diese,
damals nicht nachvollziehbaren Verfälschungen und die dadurch
hervorgerufenen fragwürdigen Resultate dazu, daß dieses
Meßverfahren praktisch vollständig zugunsten der Entwicklung
verschiedener optischer Verfahren aufgegeben wurde.
|
|
Mit der wachsenden Erkenntnis, daß auch den
berührungslosen Meßmethoden gewissen prinzipielle Schwierigkeiten
anhaften, erlebte die Massenspektrometrie in den letzten Jahren eine kleine
Renaissance.
|
|
Heutzutage liegt der Forschungsschwerpunkt der wenigen, weltweit mit
diesem Verfahren arbeitenden Gruppen darin, Art und Umfang der
Meßwertverfälschung
während der Plasmaextraktion zu untersuchen bzw. zu quantifizieren und das
Einlaßsystem so zu optimieren, daß sein Einfluß auf das
Meßergebnis möglichst gering wird.
Massenspektrometer zur Plasmadiagnostik bestehen in der Regel aus einer
Elektronenstoß-Ionenquelle, einem Quadrupol-Massenfilter und einem
Sekundärelektronenvervielfacher
zur Teilchendetektion. Neben der ausführlichen Darstellung dieser
Komponenten werden in der Vorlesung hauptsächlich die für die
Plasmadiagnostik relevanten Fragestellungen angesprochen, wie der schon
erwähnte
Einfluß der Blendengeometrie bzw. des Blendenmaterials auf die Extraktion
von Ionen und Radikalen, (im wesentlichen Stickstoff- und Sauerstoffatomen),
sowie die Frage der Kalibrierung des Systems für diese Teilchen.
|

Typisches Plasmaspektrum (11 kB)
|
|
|