Magnetoplasmadynamische Triebwerke
MPD-Triebwerk mit zylindrischer Geometrie (ZT)
Am Institut für Raumfahrtsysteme werden
auch MPD-Triebwerke mit zylindrischer Geometrie untersucht,
etwa das ZT3-Triebwerk, dessen thorierte Wolframkathode konisch
geformt ist.

Schematische Darstellung eines zylindrischen
MPD-Eigenfeldtriebwerks aus der ZT Baureihe.
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| ZT3 im Betrieb |
ZT2-Kathode |
Während bei den düsenförmigen
MPD-Triebwerken ein wesentlicher Teil des Triebwerkschubes
aufgrund der thermischen Aufheizung des Treibstoffes im Lichtbogen
erzeugt wird, läßt die zylindrische Triebwerksgeometrie
nur eine geringe Umwandlung der thermischen Energie in eine
gerichtete kinetische Energie des Plasmastrahls zu, da keine
materielle Entspannungsdüse existiert. Die zylindrischen
MPD-Eigenfeldbeschleuniger bieten jedoch zwei Vorteile, wenn
es gelingt sie bei sehr hohen Stromstärken kontinuierlich
zu betreiben. Zum einen ist wegen des vornehmlich radialen
Stromverlaufs zwischen Kathode und Anode die Lichtbogenlänge
deutlich kürzer als bei den düsenförmigen Triebwerken.
Bei gleicher Stromstärke stellt sich also eine deutlich
geringere Bogenspannung ein. Dies ist beim Vergleich der Strom-
Spannungskennlinien der unterschiedlichen Triebwerkstypen
deutlich erkennbar. Das erzielen wesentlich höherer Stromstärken
wird durch die Tatsache begünstigt, daß der axiale
Stromanteil, der letztlich für die hohen Pinch-Drücke
und eventuell für das Auftreten der Instabilit„ten
in den MPD-Triebwerken mitverantwortlich ist, bei den zylindrischen
Triebwerken geringer ist als bei den düsenförmigen
MPD-Beschleunigern.

Strom-Spannungscharakteristik für das
ZT3-Triebwerk bei verschiedenen Argonmassendurchsätzen
Somit konnte das ZT3-Triebwerk bislang mit
fast 15 kA Lichtbogenstrom betrieben werden, ohne daß
Anzeichen für das Auftreten von instabilen Entladungen
erkennbar wurden, wie es etwa bei den düsenförmigen
DT-Triebwerken der Fall ist.
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