Institutsleiter

Prof. Dr.-Ing.
Stefanos Fasoulas

Stellvertreter

Prof. Dr.-Ing. Sabine Klinkner

Prof. Dr. rer. nat. Alfred Krabbe

Sekretariat
Prof. Fasoulas

Larissa Schunter

Sekretariat
Prof. Klinkner

Annegret Möller

Sekretariat
Prof. Krabbe

Barbara Klett

Administration

Dr. Thomas Wegmann

 


Institut für Raumfahrtsysteme
Pfaffenwaldring 29
70569 Stuttgart

Tel. +49 711 685-69604
Fax +49 711 685-63596

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Technische Informationen

Der Simulator besteht in seiner derzeitigen Konfiguration aus der Sojus-Kapsel, die für den Flugschüler die realistische Cockpit-Umgebung nachstellt, und einer Bodenstation, die dem Fluglehrer die Überwachung und Steuerung der Simulation ermöglicht.

Bei der Kapsel handelt es sich um ein technisch hochwertiges 1:1 Modell des mittleren Teils des Sojus-Raumschiffes, in dem sich das Cockpit befindet. Dieses Modell wurde am EAC in Köln speziell für den dortigen Simulator entwickelt. Insgesamt wurden fünf Exemplare gebaut, wovon eines am IRS und die weiteren beim EAC in Köln bzw. im Deutschen Raumfahrtmuseum in Morgenröthe-Rautenkranz stehen. Die Kapsel hat einen Basisdurchmesser von 2,3 m bei einer Höhe von 2 m. Um das Ein- und Aussteigen zu erleichtern, ist die Kapsel in 2 Hälften geteilt und kann in der Mitte geöffnet werden.

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Die Kapsel des Sojus-Simulators mit den drei Sitzen für die Besatzung (Foto: IRS)

Im Simulator sind dabei alle wichtigen Elemente nachgebildet: Über das eingebaute Bedien-Panel mit 2 Multi-Funktions-Displays und verschiedenen Schaltern lassen sich alle Instrumente und Subsysteme des Raumschiffs kontrollieren. Ein eigener Monitor simuliert den Blick durch das Periskop des Raumschiffs und ermöglicht so die Sicht nach draußen. Die beiden Joysticks kontrollieren die komplexe Steuerung um alle 6 Freiheitsgrade. Dabei werden mit dem linken Kontroll-Stick alle translatorischen Bewegungen das Raumschiffs, also vorwärts/rückwärts, rechts/links sowie oben/unten gesteuert. Der rechte Kontroll-Stick kontrolliert die Drehung des Raumschiffes um seine drei Achsen, ähnlich wie bei einem Flugzeug.

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Blick in das Cockpit des Sojus-Simulators (Foto: IRS)

Auf den drei – sehr schmalen – Sitzen nimmt auf der linken Seite der Bordingenieur Platz, in der Mitte der Kommandant und Pilot, und auf der rechten Seite befindet sich der Wissenschaftsastronaut. Für die Kommunikation mit der Außenwelt steht der Besatzung ein Funksystem mit entsprechenden Kopfhörern zur Verfügung. Ein eigens entwickeltes Atmosphären-Überwachungssystem und eine leistungsstarke Lüftung garantieren auch bei längeren Flügen ein angenehmes und sicheres Klima.

Die Bodenkontrollstation besteht aus mehreren leistungsstarken PCs und Monitoren. Hier läuft das Kernprogramm der Simulation, der frei verfügbare Weltraumsimulator „Orbiter“, sowie die IRS-spezifischen Programme zur Simulation des Sojus-Raumschiffes und seiner Subsysteme. Die Kontrollstation ermöglicht es dem Fluglehrer, verschiedene Flugsituationen zu laden, den korrekten Flugablauf zu überwachen und in die laufende Simulation einzugreifen, um Abweichungen zu korrigieren oder gezielt Fehler in verschiedenen Subsystemen des Raumschiffes herbeizuführen.

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Die Bodenkontrollstation des Simulators (Foto: IRS)

Die Anschaffungskosten für den technisch äußerst komplexen Sojus-Simulator belaufen sich auf ca. 20.000 Euro. Hinzu kommen jährliche Kosten von ca. 3.500 Euro für die Durchführung des Praktikums und Reparaturmaßnahmen. Nicht berücksichtigt sind dabei Hunderte von unentgeltlichen Arbeitsstunden, die über die Jahre von engagierten Studenten und Mitarbeitern des IRS in den Auf- und Ausbau des Simulators gesteckt wurden.

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